Am Horizont verdunkeln sich die rumbelnden Schatten eines lärmenden Tages
Seit Stunden wackelt und quält sich das Erdreich
gefangen in einem Netz tiefgefurchter endlos verknoteter Linien
die mehr und mehr zertrampelten Pfaden schon gleichen
trägt schmerzhaft und schwer die tausend und tausenden Räder
geklebt an bemalte und zerkratzte Kisten
nach Haus.
Am Horizont reift schon die blutig schimmernde Farbe eines schmerzhaften Tages
Seit Stunden wartet und hofft die Natur
erdrückt von gepeinigter Luft durchstochen von rostigen Rohren
die mehr und mehr wie zertrümmerte Trompeten kreischen
ihr junges und noch schwaches Grün verbinden und heilen zu lassen
durch das wundersame Rot vor der ersehnten Nacht
zu Haus.
Am Horizont zieht aus Rot und Grün gemischt das klebrige Gelb der Tageslast vorbei
Seit Stunden drängt grau und bunt Verpacktes
richtungslos folgend den Fasern und Strängen einer gerissenen Schnur
wird mehr und mehr zum Knäuel dem alles muss weichen
und schiebt sich gierig doch zäh über das mit Abendlicht gefüllte Land
farbloswerdende Wesen schlürfen aus dem schwindenden Tag
nach Haus.
Am Horizont erstickt nun geräuschlos der Lärm eines Tages
gestillt durch die bindende Schönheit der kommenden Nacht
blüht fern schon Klang eines singenden Morgens
zu Haus.
(Ivanovo 2018)