windwärts

windwärts, keine richtung hält mich. in jachwes garten ist weder blume noch stein.
abwärts fällt das singende licht, verkrustet tief unten zu stummem geschrei.
windwärts, kein duft erkennt mich. in abrams gassen blüht staub und verrat.
aufwärts steigt das verstummte licht, verbrennt hoch oben zu endloser nacht.
windwärts wollt ich, niemand ging mit; leblose plätze leer und geräumt.
seitwärtes rennen in ein ewiges nichts und lautloses fühlen, niemand mehr träumt.
Im wind ertrunken lieg ich auf fremdem sand; einst wurde gesungen in diesem
verheißenen land.
(Daegu 2017)

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