ach B

(2000) für Violine und elektroakustisches Zuspiel
Dauer 13 min

Das Stück entstand 2000 zum BACH-Jahr für meine Tochter Susanne.
Das B im Titel steht dabei weniger für die Buchstabenverbindung BACH, als denn für Wörter wie beziehungslos, bedeutungslos, bewußtlos und bange, rein musikalisch aber doch mehr für so einen Begriff wie Brechungen, wobei dieser als Bezugspunkt für meine gesamte Arbeit immer ein zentrales Element darstellt.
Nicht romantische Variationstechniken und Zitate, sondern strukturelle Betonungen durch bewußte Umdeutungen auf andere mir wichtige musikalische Parameter sind dabei das eigentliche Anliegen.
So ist die Bindung an die g moll Sonate von J.S.Bach in erster Linie eine Materialfrage, welche aber zu einer Eigenständigkeit führt, die in dem Vorgang des Brechens und Zerstörens als eine Art für mein Bachverständnis zum Ausdruck bringen will.
Das elektroakustische Zuspiel ist entwickelt aus elektronischen Brechungen er g-moll Sonate für Violine solo von J.S.Bach – dieses Zuspiel dient dem Interpreten als akustische Partitur, auf die er nach Anweisungen einer graphischen Partitur reagieren muss. Dabei sind gewisse interpretatorische und und improvisatorische Freiheiten möglich, das Zeitmaß und die Form bleiben immer vom Zuspiel bestimmt.
Der Interpret sollte zu Beginn den Anfang der Sonate spielen und kann diese, nach Absprache mit der Klangregie, an einer beliebigen Stelle abbrechen, so daß das elektronische Zuspiel direkt und quasi unvermittelt in das Original von BACH hinein
gestartet wird, und den Hörer überrascht….
besetzungshinweise

mit Elektronik, mit Streichern, Solostücke

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