canto del aria

(1995) für Oboe solo und Zuspiel (CD)
Dauer 12 min

Die Komposition entstand 1995 für Kai Rapsch, dem damaligen Oboisten des Ensembles JungeMusik und Jungstudenten am Sternschen Konservatorium, anlässlich der Klangwerkstatt 1996. Das Grundmaterial des Zuspiels basiert ausschließlich auf originalen Oboenklängen, die in meinem Studio mit Hilfe von Sound Hack und C-Sound denaturiert wurden. Wie der Titel schon andeutet, handelt es sich um einen Prozess der Entwicklung vom Geräusch der Luft zum gewöhnlichen Ton mit melodischen Floskeln und wieder zurück.
Das fertige Zuspiel bietet der konzertierenden Oboe eine immer neue Angriffsfläche: Es ist dem Interpreten nicht nur der zeitliche und formale Verlauf dadurch vorgegeben, auch seine klanglichen und spieltechnischen Realisationen werden durch die akustischen Vorgaben des Zuspiels provoziert. Der Ausführende ist so fest eingebunden in das Korsett des elektronischen Playbacks, aber er kann und muss sich in diesem frei entfalten und sich seine Spielräume schaffen. Durch diesen wechselseitigen Prozess zwischen Freiheit und Gebundenem entsteht quasi mit jedem Interpreten ein neues Werk, welches auch von Aufführung zu Aufführung mit dem selben Interpreten Neues und Spontanes zulässt, dennoch aber immer seine Form und klangliche Grundgestalt beibehält.

besetzungshinweise

mit Bläsern, mit Elektronik, Solostücke

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