via rupta

(November 2009) für fl.ob.kl.fg.hr.2trp.vl.va.vc.kb. 2perc. piano
Dauer 20 min | Manuskript

Besetzungsliste:

fl.(alt, c-fl.piccolo)
ob. (cor anglaise)
kl. (B-Kl. Es-Kl. Basskl)
fg.

hr.
2trp.

vl.va.vc.kb.

1.perc.:
Vibraphon, kl.Tr. 2Bg. gr.Tr., 1 cymbal und diverse chimes

2. perc.:
2 Tom-Tom, 3 Tins, 4 Tempelbl. 1 Tamtam, 1 cymbal, 1 Pk (roto-tom von kl. cis bis kl. g) 1 reco-reco

1piano

Text:
Via Rupta war im altlateinischen Sprachgebrauch die Bezeichnung für Weg und Strasse, eine zeitlang war es nur noch das Wort rupta, das für die Bezeichnung Weg stand.
Dabei inspirierte mich auch die Verwandlung dieses Begriffes und seine daraus resultierende Vieldeutigkeit, die sich im Altfranzösischen zunächst zu der Rote und später zu Route formte, bis hin zu dem Wort Routine.
Wörtlich übersetzt bedeutete es: gebrochener Weg, gerissener, gesprengter Weg und meint, daß ein Weg in die Landschaft gebrochen wurde, ein Stück Land zum Ausbau, zur Fortbewegung und Entwicklung urbar gemacht wurde. Eine Rupta konnte aber auch eine besondere auserwählte Menschengruppe bezeichnen (später Rotte, eine Bande, eine ausgewählte Gesellschaft), die sich konsequent für eine Sache einsetzt.

Um für dieses Konzert ein neues Stück zu schreiben lag es für mich nahe nicht nur diesen Titel zu wählen, sondern auch über begangene Wege, Stationen und Aussichten in Bezug auf den Mauerfall zu reflektieren. Musikalische Grundlage dazu bilden die Töne F, A, die ich ganz simpel dem Wort Fall (fall) entnahm und die ich durch symmetrisches Erweitern, Überspringen und Brechen zu einer eigenen urbar gemachten Rupta, Materialbasis, machte: D.DIS,Fis,Gis,H,C.
besetzungshinweise

Kammermusik, mit Bläsern, mit Klavier, mit Perkussion, mit Streichern

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